Bericht von Helen Hochuli
In der Vorzeit unseres Vereinsausflugs haben sich lediglich 10 Personen angemeldet. So hat unsere Präsidentin und Organisatorin Susanne einen Kleinbus gemietet und uns sogar selbst chauffiert.
Um 8.00 Uhr am Sonntagmorgen, den 15.Juni 2025, starteten wir gutgelaunt beim Schulhaus Kretz in Erlinsbach. Das Wetter hielt sich gut bis Lungern, dann kam der 1. Gewitterregen und begleitete uns durch die tunnelreiche, kurvige Strasse über den Brünigpass bis Brienzwiler. Da zeigte sich gottlob die Sonne wieder. Den richtigen Eingang zu finden war dann trotz «Navi» eine tückische Sache. Mit Ruhe, Geduld und einem unfreiwilligen Sightseeing fanden wir doch noch den richtigen Parkplatz. So konnten wir schliesslich beim Eingang Ost aussteigen.
Da erwartete uns die freundliche, kompetente Frau Abegglen, die ebenfalls ihre Tracht trug, zur gebuchten Mini-Führung:
1.Halt:
Bei der Kapelle zur heiligen Agathe, die ursprünglich aus Turtig/Raron VS vom 16./17.und 18.Jh. stammt. Drinnen auf den unbequemen Holzbänken erfuhren wir mehr über die Geschichte der Kapelle.
2.Halt:
Wohnhaus Blatten VS von1568 – Das Wohnhaus ist eines der letzten, welches alle typischen Merkmale von Lötschentaler Mittelalterhäusern zeigt.
3.Halt:
Die Seilerei aus Unterägeri Zug von 1896. Sie ist noch funktionell!
4.Halt:
Kleinbauernhaus mit Töpferei von 1806 – Wir durften dem Töpfer zuschauen, wie er aus einem Klumpen Ton geschmeidig und mit viel Geschick einen Krug fertigte.
5.Halt:
Wohnhaus aus Matten bei Interlakenaus 1021 – Kann man in einem Baudenkmal wohnen? Das 2007 umgebaute Wohnhaus zeigt, wie ein historisches Gebäude in der Originalsubstanz erhalten und dennoch zeitgemäss und wohnlich gestaltet werden kann.
6.Halt:
Das Gasthaus Degen aus Hünenberg ZG von 1884 hat eine besondere Geschichte. Es ist erstmals erwähnt 1798 «die Beiz von Peter Dägen im Dorf» in Hünenberg. Niedergebrannt 1883, wurde es wieder im alten Biedermeier-Stil der1840er Jahre aufgebaut. Hier war die informative Führung zu Ende. Danach durften wir im Aussenbereich vom Gasthof Degen unser feines Mittagessen geniessen.
Der nächste Treffpunkt der Gruppe war um 14.00 Uhr beim Bauernhaus Ostermundigen BE mit Verkaufsladen «Allerlei Hausgemachtes». Sämi und ich hatten Lust auf eine Glace. Diese genossen wir im Schatten vor dem Stöckli mit Backstube.
Von da aus konnten wir der grossen Schar der Kindertanzgruppe aus dem Bernbiet und danach der gemischten Volkstanzgruppe Nordwestschweiz zuschauen, wie sie ihr Bestes zu den lüpfigen Klängen der Huusmusig Effigen gaben.
Näher und näher kam ein Donnergrollen auf. Wir suchten und fanden rechtzeitig Schutz vor dem Platzregen unter dem Vordach vom Wirtshaus «alter Bären».
Susanne bestellte den Kutscher mit Pferdegespann und Planwagen, der uns mit Witz und Unterhaltung zum Ausgang Ost führte. Da war die letzte Gelegenheit, um ein Andenken zu kaufen. Auf demselben Weg fuhren wir zurück Richtung Aarau.
























